FRANKREICH-Tour 13.09.-15.10.2012

33 Tage, 5.470 gefahrene Kilometer

Frankreich-Tour 2012 StepMap Frankreich-Tour 2012

Tag 1 und 2

Das Meer übt eine gewaltige Anziehungskraft auf uns aus. Auch wenn wir erst gegen Nachmittag losfahren können, fahren wir die etwa 1.000 Kilometer bis in die Bretagne am Stück. Kurz vor Rennes übernachten wir dann doch noch auf einem Parkplatz entlang der Nationalstraße, es ist sowieso dunkel, das Meer können wir auch morgen noch sehen.

Wir schlafen lange und fahren anschließend in Richtung St.Brieuc und Meer. In St.Martin Plage machen wir den ersten Strandspaziergang und sammeln Muscheln. Am Abend finden wir hoch über dem Wasser am Pointe Berjule einen Platz für die Nacht.

Tag 3

Paimpol ist heute unser erster Halt. Wir sammeln erneut Muscheln am Strand und sehen uns die Abbay de Beauport an. Im wunderschönen Klostergarten können wir schon die ersten Äpfel des Spätsommers verspeisen. Nächster Ziel ist die Landzunger Sillon de Talbert - wir stellen fest, dass wir vor drei Jahren schon einmal hier Halt gemacht haben. In Kermagen finden wir einen Schlafplatz am Strand, erste Angelversuche werden unternommen.

Tag 4

Entlang der Küste geht es weiter in Richtung Westen. In Port Blanc schlüpfen wir in die Wanderschuhe und laufen zu den vor der Küste liegenden Inseln im Watt. Anschließend gibt es ein Mittagessen am Strand. Am Abend finden wir einen Schlafplatz in Ploumanach, auch diesen Ort kennen wir bereits. Er überzeugt uns von neuem, wirklich schön hier.

Tag 5 und 6

Heute präsentiert sich die Bretagne grau und regnerisch. Dennoch ist die Landschaft einfach schön. Mit Blick auf das Meer und Primel finden wir einen Platz vor Plougasnou.

Das Wetter macht sich. In Le Diben im Hafen erstehen wir unseren ersten Hummer für den Abend. Wir fahren auf den nahen Campingplatz und bewandern die Landzunge. Nach eleganter Klettereinlage machen wir es uns hoch oben über der Welt gemütlich und genießen die Sonne. Auch das Anglerherz wird heute noch glücklich gemacht - ein Barsch beißt an.

Tag 7 und 8

Über Morlaix fahren wir nach Carantec. Die Vegetation ist erstaunlich südländisch. In Goulven am Hafen wird der gefangene Barsch liebevoll zubereitet und verspeist. In Brignogan-Plage finden wir direkt am Strand einen Schlafplatz - ein Muscheleldorado!

Wir besuchen DAS HAUS der Bretagne - Ménéham. Voller Stolz bekommen wir die Grube gezeigt, in der die Menschen früher Algen verbrannt haben, um daraus Torf-Ähnliches zum Heizen herzustellen.

Tag 9 und 10

Heute weht der Wind vom Land aufs Meer, so dass der Himmel bewölkt ist. Vor Conquet halten wir am Plage des Blancs Sablons - ein weiter, weißer Sandstrand ohne Algen. Zunächst gehen wir dort nur spazieren, bemerken aber eine Frau, die im Sand gräbt und irgendetwas hervorholt. Neugierig wie wir sind versuchen wir es ebenfalls und tatsächlich - wir graben Vongole-Muscheln (Herzmuscheln) aus dem Sand aus. Ich werde zum Auto geschickt, um eie Tüte zu holen (was 200m oberhalb des Strandes geparkt steht) und wir sammeln Muscheln, wie die Irren. Noch nicht mal den Regen bemerken wir, so sehr sind wir ins Sammeln vertieft. Schließlich machen wir uns nass bis zur Unterwäsche und mit 1,5kg Muscheln auf zurück zum Auto. Abends am Pointe de Renards bereiten wir die selbst gesammelten Muscheln zu (waschen, mit einer Zwiebel und etwas Olivenöl im Topf erhitzen, mit Weißwein ablöschen, etwa 10min köcheln lassen) - sie schmecken herrlich.

Am nächsten Morgen steigen wir in die Wanderschuhe und laufen die etwa 4km von unserem Schlafplatz zum nahen Pointe de St.Mathieu entlang der Küste. Hier steht ein Leuchtturm, Überreste einer Abtei und die Küstenüberwachung der Bucht von Brest hat hier ebenfalls ihren Sitz. Da der Leuchtturm erst ab 14 Uhr wieder geöffnet ist, wandern wir zurück, sehen unterwegs eine Kegelrobbe und fahren mit dem Auto erneut zum Leuchtturm. Von oben hat man einen fantastischen Ausblick auf Meer und Land. In Brest erleben wir beim Einkaufen den Kulturschock schlechthin - hier spüren wir nichts von der Bretagne-Stimmung, die uns bisher begleitet hat. Auf dem nächsten Landfinger finden wir einen Schlafplatz im Hafen von Camaret-sur-Mer.

Tag 11 und 12

Zunächst fahren wir heute zum Pointe du Toulinquet, wo es einen wirklich schönen Sandstrand gibt. Schwimmen darf man dort jedoch nicht. Am Pointe de Penhir ganz in der Nähe steht noch eine ganze Menge Beton des Atlantikwalls - Bunker an Bunker. Einer ist in ein Museum umgebaut worden, welches einem die Atlantikschlacht näherbringt. Wir fahren noch weiter bis Douarnenez, ein Hochseefischereihafen. An der Angel ist heute eine leckere Makrele, die wir uns abends schmecken lassen.

Nach einer unglaublich stürmischen Nacht lacht morgens die Sonne vom Himmel. Doch das soll nicht lange so bleiben, es regnet sich ein. Wir sind schon auf der Nationalstraße mit Fernziel Dune de Pilat, doch kehren bei Quimperlé doch noch einmal an die Küste zurück. In Fort Bloqué bleiben wir für die Nacht - so schnell wollen wir die Reise dann doch nicht nach Süden fortsetzen.

Tag 13 und 14

Abends haben wir einen Plan festgelegt, den wir nun angehen: Wir fahren an die Loire. Entlang der Loire und ihrer grünen Ufer fahren wir heute noch bis nach Saumur, wo wir direkt am Wasser einen Schlafplatz finden.

Der Tag beginnt mit Sonnenschein und Kaffee. Wir fahren nach Chinon, wo man noch viele gut erhaltene Häuser aus dem Mittelalter bestaunen kann. Später sehen wir uns das Chateau Azay-le-Rideau und ebenfalls das Schloss in Langeais an. In dessen Garten gibt es ein echt cooles Baumhaus, das man auch als Erwachsener erkunden darf. Im Sonnenschein fahren wir abends noch bis nach Chenonceaux, wo wir uns morgen ein weiteres Schloss ansehen wollen.

Tag 15

Der Wecker klingelt früh und wir schaffen es sogar fast, vor dem großen Andrang zum Schloss. Im Schloss ist es schwierig, den geführten Gruppen zu entkommen. Beeindruckend finden wir vor allem den riesigen Gemüsegarten.

Anschließend fahren wir weiter bis nach Chambord - DAS Schloss an der Loire, obwohl es gar nicht an der Loire gelegen ist. Verlaufen kann man sich darin, es ist gigantisch. Abends zieht es uns dann doch ans Meer, wir fahren bis zum Plage de Petit Nice, den wir bereits gut kennen.

Tag 16 bis 18

Die Tage nutzen wir zum Nichtstun und leben in den Tag hinein. Da wir es geschafft haben, mal für drei Tage im Voraus einzukaufen, müssen wir den Platz noch nicht einmal verlassen. Hier an der Düne verliert sich jedes Gefühl, dass man doch etwas Sinnvolles machen müsste.

Tag 19, 20 und 21

Tschüss Düne! Wir fahren in Richtung Auvergne und sind wieder einmal total begeistert, wie schnell sich hier die Landschaft verändert. Auf unserer Route durchqueren wir das Tal der Vézère, wo einige urzeitliche Höhlen (u.a. Lascaux) und Parks voll von Urzeitfossilien zu finden sind. Abends können wir nicht an einem Stand vorbeifahren, wo selbstgemachte Pommes verkauft werden - wir überfuttern uns maßlos. Unser Schlafplatz ist in Carsac-Aillac.

Wir fahren heute in Richtung Cahors und Lot-Tal. Unterwegs finden wir direkt am Ufer der Lot einen Parkplatz und genießen die Sonne bei einem Picknick. Später führt uns der Weg weg von der Lot nach Conques, einem Ort am Jakobsweg. Wir schlafen dort.

Nach dem Frühstück sehen wir uns das noch usprünglich mittelalterliche Örtchen Conques an. Gegen Mittag brechen wir auf in Richtung Remoulins. Nach zweimaligem Unterfahren der Brücke bei Millau fahren wir heute einem darüber. In Remoulins schlafen wir erneut auf dem Campingplatz La Sousta am Gardon.

Tag 22 bis 33

Wir kaufen Wein für eine abendliche Weinprobe und besuchen erneut die schöne Stadt Uzès. Am nächsten Tag kaufen wir noch Wein für daheim und fahren auf die Autobahn in Richtung St.Tropez. Wir finden einen Platz gegenüber von St.Tropez und erwarten in unsere Campingstühle gekuschelt das Feuerwerk zum Abschluss der Segelregattawoche.

Wir checken auf dem Campingplatz Les Tournels ein und finden dort einen Platz mit Meerblick. So können wir die letzte Woche ausgiebig genießen, mit Strand, Schnorcheln, Spielespielen und Sport. Kurz vor der Heimfahrt darf ein Besuch in dem tollen Laden Maison du Monde nicht fehlen. Auf der Heimfahrt machen wir einen Zwischenstopp in dem Städtchen Pont-à-Mousson, von dort ist es noch eine angenehme Etappe von wenigen Stunden nach Hessen.